"318 Schürbankstraße in 1 min." - steht auf der Anzeigetafel... und das seit 10 Minuten... "Irgendwas läuft falsch", denke ich. Da muss ich doch mal nachfragen: Woher weiß eigentlich die Anzeigetafel, wann die nächste Straßenbahn kommt?
Und hier kommt die Antwort:
Das Geheimnis sind kleine Apparate, die unter dem Straßenasphalt eingegraben sind: die "Meldeempfänger".
Wenn eine Straßenbahn über so einen Meldeempfänger fährt, sendet der eine Nachricht an einen Computer. Der Computer steht in einem Raum mit vielen anderen Computern: der "Leitstelle".
Auf der Straßenbahnlinie 308/318 liegt so ein Meldeempfänger zum Beispiel an der Haltestelle Rottmannstraße.
Ab hier wird auf der Anzeigetafel runtergezählt, wie lange die Straßenbahn normalerweise braucht, um die nächsten Haltestellen zu erreichen. Von der Rottmannstraße bis zum Hauptbahnhof wären das 10 Minuten.
Wenn aber etwas Unvorhergesehenes passiert ein Unfall oder eine Straßenbahn kaputt geht, dann zählt der Computer trotzdem weiter bis zum nächsten Meldeempfänger. In unserem Beispiel ist das genau 1 Minute.
Die Anzeige bleibt dann so lange stehen, bis sie jemand in der Leitstelle richtig einstellt. Je nach dem was vorgefallen ist, kann man hier auch eingeben, was passiert ist oder draufschreiben, wie lange die Verspätung noch dauert.
Kurz vor der Einfahrt in die Haltestelle springt die "Zug-Ziel-Anzeige" - wie die Anzeigetafel richtig heißt - auf das Fahrziel um (hier: 318 Gerthe-Schürbankstraße). Denn hier liegt natürlich auch einer: ein Meldeempfänger!