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1. LINIENFAHRT DER VARIOBAHN VON BOCHUM NACH HERNE-WANNE

Der 4. Mai 2009 war ein besonderer Tag für die Linie 306, denn an diesem Montag konnte die Straßenbahnverbindung zwischen Bochum und Wanne-Eickel die Jungfernfahrt der neuen Niederflurstraßenbahn der BOGESTRA, der Variobahn, erleben. Besonders deutlich wurde der städteverbindende Charakter der Strecke, als Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz an der Haltestelle Eickeler Straße den Fahrhebel an Hernes Oberbürgermeister Horst Schiereck übergab. Vom Bochumer Rathaus bis dort hatte Dr. Scholz die Sonderbahn gesteuert. Mit der Jungfernfahrt der neuen Niederflurstraßenbahn der BOGESTRA konnte jetzt die Endphase der Bauarbeiten eingeläutet werden. Neben der Vorfreude auf den Einsatz der neuen Bahnen gab es bei der Fahrt gute Nachrichten: Zeitplan und Kostenrahmen der Baumaßnahme werden eingehalten. Nach dem noch für dieses Jahr geplanten Abschluss der Baumaßnahme werden die Variobahnen Schritt für Schritt die bislang auf der Linie 306 eingesetzten Straßenbahnen aus den 70er und 80er Jahren ersetzen.
 
Mit dem Einsatz der neuen Variobahn auf der Linie 306 erwartet die Fahrgäste nach Abschluss der Baumaßnahme bei ihren Wegen mit der Straßenbahn ein neues Fahrgefühl. Zum einen bietet die rund 30 Meter lange Bahn mehr Platz für die Kunden als die zurzeit auf der Linie 306 eingesetzten Straßenbahnen (20 Meter lang). Für eine hohe Aufenthaltsqualität in den neuen Bahnen sorgen mehrere Dinge. So präsentiert sich u.a. der Innenbereich im luftig-transparenten Design. Die Rückwand zum Fahrerbereich ist ebenfalls durchsichtig und sorgt für ein höheres Sicherheitsempfinden der Fahrgäste. Im Rahmen einer Videoschutzeinrichtung verfügt die Variobahn über sechs Videokameras im Fahrzeug. Als erste BOGESTRA-Straßenbahn ist die Variobahn klimatisiert. Die Variobahn ist 100 % barrierefrei konstruiert und verfügt über vier Klapprampen (2 je Seite). Eine elektronische Linienverlaufsanzeige informiert die Kunden im Fahrzeug über Endhaltestelle, Liniennummer sowie die jeweils fünf nächsten Haltestellen. Der Fahrerarbeitsplatz wurde in Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaft und Fahrpersonal entwickelt. Was sich in der optimalen Gestaltung des Cockpits widerspiegelt. Auf Wunsch der Kunden bietet die Variobahn einfache Möglichkeiten direkt mit dem Fahrer Kontakt aufzunehmen - Tickets können beim Fahrer gekauft werden, auf Fahrscheinautomaten in den Bahnen wurde verzichtet. Weitere Besonderheit: Erstmals in Deutschland verfügt die Bahn über Videokameras als Außenspiegel. Um die Umwelt zu schonen, ist die Variobahn energiesparend konstruiert worden. So macht die gute Isolierung des Fahrzeugs weniger Heiz- und Lüftungsenergie notwendig. Weiterer wichtiger Aspekt: Ganz im Sinne lokaler Wirtschaftsförderung stammen 80 Prozent der verbauten Bahnelemente aus Deutschland, der Großteil aus NRW.
Jungfernfahrt der Variobahn auf Linie 306
Die Variobahn mit Teilnehmern der Jungfernfahrt: (v.l.) Oberbürgermeister Horst Schiereck (Herne), BOGESTRA-Vorstandsmitglied Dr. Burkhard Rüberg, Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz (Bochum), BOGESTRA-Vorstandsmitglied Gisbert Schlotzhauer, Geschäftsführer Michael Daum (Stadler Pankow GmbH).

 


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Letzte Aktualisierung: 05.05.2009
30.7.2010