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2000. FAHRZEUGBEGLEITER UNTERWEGS IN BUS UND BAHN

2000. Fahrzeugbegleiter
Präsentiert stolz seine Urkunde: Unser 2000. Fahrzeugbegleiter Phillipp mit Ausbilder Klaus Tigges (l., Kommissariat Vorbeugung) und BOGESTRA-Fahrer Erwin Wassermann
 
 
Dreizehn Jahre nach Einführung der ersten Fahrzeugbegleiter hat Phillipp, Achtklässler an der Erich Kästner-Gesamtschule in Bochum, heute seine Urkunde in Empfang genommen. Damit ist er ganz offiziell der 2000. Schüler, der in unserem Betriebsgebiet als Fahrzeugbegleiter ausgebildet wurde und ehrenamtlich auf seinem Schulweg ein Auge darauf hat, dass es in unsere Bussen und Bahnen während des Schülerverkehrs nicht allzu turbulent zugeht.
 
Die Geschichte der Fahrzeugbegleiter
1998 reifte die Überlegung, dass womöglich viele Verzögerungen, Beschädigungen und Ärgernisse im Schülerverkehr vermieden werden könnten, wenn Gleichaltrige als Vermittler zwischen den "Fronten" eingesetzt wären. So wurden zunächst versuchsweise gemeinsam von Polizei und BOGESTRA ausgebildete Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse eingesetzt und man beobachtete, wie sich die "Problemfahrten" mit Fahrzeugbegleitern an Bord entwickelten. Und siehe da: die Jugendlichen nahmen ihre Aufgabe im Rahmen des Projekts "Fahr Fair" sehr ernst. Sie schlichteten Streitigkeiten in unseren Fahrzeugen, wirkten Beschädigungen entgegen, kümmerten sich um Rangeleien beim Einstieg, achteten auf die Gleichberechtigungen der Kleineren bei der Suche nach einem Sitzplatz... Fazit: Die Fahrten im Schülerverkehr verliefen für BOGESTRANER und Fahrgäste von nun an merklich entspannter, und so wurde das erfolgreiche Modell auch auf die anderen Städte in unserem Beriebsgebiet ausgeweitet, so dass bis heute unsere Fahrzeugbegleiter als erste Ansprechpartner für die mitfahrenden Kinder und Jugendlichen fungieren. 
 
Die Tätigkeit der Fahrzeugbegleiter
Unsere Fahrzeugbegleiter verbessern durch direkte Ansprache auf Augenhöhe das Klima in Bus und Bahn und trainieren so in diesem Projekt auch Zivilcourage und ehrenamtliches Engagement. Im Vergleich zu Erwachsenen können die Schüler mit anderen Jugendlichen oft besser umgehen. Sie erkennen eher, ob es sich tatsächlich um eine brenzlige Situation handelt oder nur um einen Scherz. Die Fahrzeugbegleiter verstehen sich nicht als Ersatzkontrolleure und verhalten sich auch nicht so, deshalb werden sie von ihren Mitschülern akzeptiert. Die Erfahrungen zeigen: Die Jugendlichen sind der Rolle gewachsen, denn seit der Einführung des Projekts haben sich die Reparaturkosten der im Schülerverkehr entstandenen Schäden um die Hälfte verringert.
 
Fundierte Ausbildung
Gute Vorbereitung ist alles, und so bilden BOGESTRA-Trainer und Polizei künftige Fahrzeugbegleiter gemeinsam aus: Deeskalationstraining, Körpersprache, höfliches und sicheres Auftreten sowie eine Einführung in die Fahrzeugtechnik tragen dazu bei, dass die Jugendlichen für ihre Einsätze gewappnet sind. Sie erhalten eine "Ernennungsurkunde" sowie nach Abschluss ihres ehrenamtlichen Engagement ein Zertifikat, das wiederum bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein kann.
 
Breite Anerkennung
Viele Verkehrsunternehmen - deutschlandweit und sogar in der Schweiz - profitieren inzwischen vom BOGESTRA-Modell Fahrzeugbegleiter, indem sie es auf ihre Verhältnisse übertrugen, und preiswürdig ist das Projekt außerdem: Im Jahr 2003 erhielten wir gemeinsam mit der Polizei für "Fahr Fair" den ersten Landespreis für innere Sicherheit.
 
Herzlichen Glückwunsch!
Heute ist nun also Phillipp der 2000. Fahrzeugbegleiter, dem nach seiner Ausbildung, die er zusamen mit 18 weiteren Schülern absolviert hat, im Beisein der Lokalpresse die Ernennungsurkunde überreicht wurde. Die BOGESTRA sagt herzlichen Glückwunsch und wünscht ihm allzeit einen stressfreien Schulweg.

 


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Letzte Aktualisierung: 01.03.2010
30.7.2010