BOGESTRA verzeichnet erneut Fahrgastplus
Kategorie: Presseinformationen(08.05.2012)
Immer mehr Menschen sind mit Bussen und Bahnen der BOGESTRA unterwegs. Für das vergangene Jahr zählte das Verkehrsunternehmen 144,6 Millionen Fahrgäste. Das sind 1,2 Millionen oder 0,8 Prozent mehr als im Jahr 2010. Damit – so BOGESTRA-Vorstände Gisbert Schlotzhauer und Dr. Burkhard Rüberg bei der Vorstellung der Unternehmensentwicklung 2011 – zeige die sinkende Einwohnerzahl des Betriebsgebietes noch keine Auswirkung auf die Mobilitätsnachfrage bei der BOGESTRA.
Insgesamt kann das Unternehmen auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückschauen. Bei Blick auf die Erlösstrukturen sind aber bereits erste Folgen der demographischen Entwicklung festzustellen. Zwar konnten auch für das Jahr 2011 steigende Umsatzerlöse verbucht werden. Dafür mussten aber veränderte Erlösstrukturen konstatiert werden.
Die Erlöse liegen erstmalig bei mehr als 100 Millionen Euro (exakt 100,36 Mio. Euro, das sind 1,68 Mio. Euro oder 1,7 Prozent mehr als 2010). Bei den Erlösstrukturen ist ein Rückgang bei den Verkaufszahlen von Einzel- und ViererTickets, Monatskarten im Abo sowie bei den SchokoTickets zu sehen, mehr abgesetzt wurden Monatskarten ohne Abo, YoungTickets und SemesterTickets. Für das seit November 2011 als Pilotprojekt eingeführte SozialTicket lässt sich folgendes sagen: Hier kommt die Zahl von insgesamt rund 8.400 Ticketnutzern vor allem durch die Abwanderung aus anderen Ticketarten zustande. Neukunden sind kaum zu verzeichnen.
Infolge des von der BOGESTRA erzielten Ergebnisses fällt der Finanzierungs-Beitrag der Kommunen geringer aus und führt zu einer weiteren Haushaltsentlastung. Statt der geplanten 59,48 Millionen Euro müssen die Städte und Kreise, für die die BOGESTRA Verkehrsleitungen erbringt, nur 59,05 Millionen Euro bezahlen. Das sind 430.000 Euro weniger als veranschlagt. Das ist umso erfreulicher für die Aufgabenträger als auch das Angebot (Bus-/Zug-Kilometer und Platz-Kilometer) stabil geblieben ist und die von der BOGESTRA zu verkraftende Zunahme der Energiekosten moderat gehalten werden konnte. Die Energiekosten beliefen sich 2011 auf 13,52 Mio. Euro, das sind 0,21 Mio. Euro oder 1,58 Prozent mehr als 2010. Die verhältnismäßig geringe Steigerung der Ausgaben ergab sich u.a. durch eine Mengenreduzierung beim Fahrstrom durch die Anhebung der Netzspannung sowie einem Dieselpreissicherungsgeschäft.
Auch in der langfristigen Perspektive (1995 – 2011) ergeben sich überzeugende Zahlen für den von Unternehmensleitung und Mitarbeitern verfolgten (BOGESTRA-)Weg. Bei vergleichbarer Leistung stiegen die Fahrgastzahlen von 105,9 auf 144,6 Mio. Fahrgäste (+ ca. 36 Prozent). Die kommunalen Zahlungen sanken im gleichen Zeitraum von 74,8 Mio. auf 59,1 Mio. Euro (- ca. 21 Prozent). Vorstellbar sind all diese Ergebnisse nicht ohne den Restrukturierungsbeitrag der Beschäftigten. Hier haben die Mitarbeiter allein durch Lohnverzicht (Tarifvertrag Nahverkehr Nordrhein-Westfalen) und durch weitere Einsparungen seit 2002 die kommunalen Kassen um mehr als 61 Mio. Euro entlastet.
Im laufenden Jahr setzt die BOGESTRA die Weiterentwicklung des Nahverkehrs im mittleren Ruhrgebiet fort. Zu nennen sind hier die Baumaßnahmen an der Linie 301 in Gelsenkirchen und der Linie 310 in Bochum-Langendreer und Witten. Fortgesetzt wird die Erneuerung der Busflotte mit fast 30 Fahrzeugen in 2012. Bereits heute betreibt das ÖPNV-Unternehmen im mittleren Ruhrgebiet die jüngste Busflotte in der Unternehmensgeschichte – mit einem Durchschnittsalter von rund fünfeinhalb Jahren.