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Wirtschaftliches Fahren und mehr Komfort für Fahrgäste

Kategorie: Aktuelles, Presseinformationen
(13.09.2013)

Die BOGESTRA AG ist seit vielen Jahren auf unterschiedlichen Wegen unterwegs, um Energie einzusparen und Kosten zu senken. Dazu zählen neben technischen Neuerungen in der Infrastruktur wie modernste Energiespeicher in Unterwerken, der Einsatz von 15 Hybridbussen und modernen Rolltreppen auch der Dialog mit den Mitarbeitern, um das Bewusstsein für Energieverbräuche in Verwaltung und Werkstatt zu schärfen sowie spezielle Nachschulungen in der unternehmenseigenen Fahrschule zum spritsparenden Fahren.

Insgesamt verbuchte das lokale Verkehrsunternehmen 2012 einen Gesamtenergieaufwand von 147 Millionen kWh. Dazu zählt auch der Verbrauch von 8,3 Millionen Liter Diesel im Gegenwert von 8,77 Millionen Euro! Die Laufleistung eines der 253 Busse liegt bei der BOGESTRA übrigens durchschnittlich bei 63.000 Kilometer pro Jahr, mit einem Gesamtverbrauch von 31.300 Litern Diesel.

Somit steht natürlich auch der Kraftstoffverbrauch im Fokus der Bemühungen, Energiekosten zu senken und gleichzeitig den Fahrkomfort zu erhöhen - denn ein "Kavaliersstart" beim Anfahren sowie abruptes Bremsen verursachen nicht nur einen höheren Spritverbrauch, sondern werden auch vom Fahrgast als äußert unangenehm empfunden.

MiX RIBAS ®
Die BOGESTRA setzt daher seit Februar 2013 im Rahmen eines Pilotprojekts der KöR (Kooperation östliches Ruhrgebiet) auf MiX RIBAS ®, ein neues technisches System der Firma Kienzle, das wirtschaftliches und komfortables Fahren in zunächst nur 20 Bussen des Standortes Ückendorf unterstützte. Das Gerät in Form einer kleinen Ampel ist gut sichtbar am Armaturenbrett installiert, analysiert in Echtzeit die Fahrzeugdaten und informiert während der Fahrt durch das Aufleuchten einer entsprechenden LED und eines kurzen Signalton darüber, ob alles "im grünen Bereich" ist oder die Fahrweise für mehr Fahrkomfort und einer höheren Wirtschaftlichkeit optimiert werden sollte. Jede LED leuchtet für die Dauer des entsprechenden Ereignisses, blinkt noch 15 Sekunden lang und schaltet danach ab. So können die Fahrerinnen und Fahrer sich individuell und ohne spezielle Vorgaben eigenständig verbessern und ihre Fahrweise langfristig optimieren.

Pilotphase
Im Rahmen der ersten Phase des Pilotprojektes haben alle 280 Fahrerinnen und Fahrer des Standorts Schlüssel erhalten, mit denen sie sich am System im Bus an- und abmelden konnten. Diese Möglichkeit haben im Zeitraum Februar bis August 2013 freiwillig mehr als 80% der Mitarbeiter genutzt - das sind bis zu 234 Fahrerinnen und Fahrer, 213 von ihnen haben sogar ihre persönliche Email-Adresse im System hinterlegen lassen, um sich wöchentlich über ihre Fahrweise im Detail informieren zu können.

Um die Übersicht der Kraftstoffersparnisse zu optimieren, wurden die anfangs streckenunabhängig eingesetzten 20 Testbusse schließlich einheitlich auf der topografisch anspruchsvollen Linie 390 eingesetzt. Der topographische Verlauf mit relativ starken Steigungen und teilweise engen Kurven war bislang immer für einen hohen Kraftstoffverbrauch verantwortlich - und er ist mit Einsatz der Testbusse um bis zu 5% zurückgegangen. So konnten die Fahrerinnen und Fahrer nur allein mit den ausgestatteten Testbussen bereits in den ersten vier Monaten rd. 11.000 Euro an Dieselkosten einsparen! Hochgerechnet aufs Jahr könnte durch die effektive Nutzung des neuen Systems mehr als 1.000 Euro pro Fahrzeug eingespart werden.

Mitarbeiter profitieren
Mit Ausweitung der Pilotphase auf alle rund 100 Busse des Standorts Ückendorf zum 1. September 2013, ist geplant die Fahrerinnen und Fahrer, die die Einsparung erwirken, zu belohnen: Eine neue Betriebsvereinbarung, deren endgültige Fassung zurzeit noch zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat verhandelt wird, sieht vor, dass die hundert Mitarbeiter mit der wirtschaftlichsten Fahrweise in Form eines Prämiensystems profitieren sollen. Maximal fünfzig Prozent der Energieeinsparung, die von den Mitarbeitern "erfahren" wird, sollen ihnen wieder zu Gute kommen.

Insgesamt kann nur wenige Tage nach Ausweitung des neuen Systems auf alle Busse am Standort das Fazit gezogen werden: 99% aller Fahrerinnen und Fahrer beteiligen sich am neuen System.


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