Modernität, Funktionalität und Nachhaltigkeit wird an unseren Standorten groß geschrieben. Insbesondere unser beiden „Flaggschiffe“, die Betriebe Engelsburg in Bochum und Hauptstraße in Gelsenkirchen, werden allen Ansprüchen, die man an ein modernes Verkehrsunternehmen stellen kann, gerecht: Sie wurden so erbaut bzw. erneuert, dass die täglichen „Handgriffe“ eines Betriebes möglichst reibungslos vonstatten gehen können.
Weil für uns Modernität aber immer auch mit Fortschritt in Sachen Umweltschutz zu tun hat, gingen viele ökologische Aspekte in die Planung der Betriebe ein.
Straßenbahnbetrieb Engelsburg
Von Beginn an wurden bei den Planungen des 2005 neu eröffneten Betriebes Engelsburg ökologische Grundsätze berücksichtigt, um umweltschonend und kostensparend den Energieeinsatz steuern zu können.
In folgenden Bereichen finden Sie auf dem Betriebsgelände Engelsburg umweltfreundliche und ökologisch sinnvolle Anwendungen:
- Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk erzeugt einen Großteil der Wärme und des Stroms für den Betrieb
- Regenwassernutzung für Fahrzeugwäsche, Toiletten und Schleifwagenbefüllung
- Brauchwasseranlage zur Rückgewinnung von Waschwasser aus den Abwässern der Fahrzeugwäsche
- Dachbegrünung für ein besseres Kleinklima in der Stadt und in den Büros
- Reststoffsammelstelle zur fachgerechten Sortierung und Entsorgung
Straßenbahnbetrieb Gelsenkirchen Hauptstraße
Auch der Straßenbahnbetrieb an der Hauptstraße in Gelsenkirchen ist richtungsweisend in technischer und ökologischer Hinsicht. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Plänen des Gelsenkirchener Architekten Josef Franke erbaut, wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude 2003 schonend renoviert und auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Neben den betrieblichen Anforderungen wurden genau wie am Betrieb Engelsburg höchste ökologische Ansprüche erfüllt:
- Fotovoltaik-Anlage mit 1650 Solarmodulen auf 1900 m² Dachfläche
- Brauchwasseraufbereitungsanlage für die Fahrzeugwaschanlage
- Thermische Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung
- Dachbegrünung auf einer Fläche von rund 4000 m²
Der Wittener BOGESTRA-Standort an der Crengeldanzstraße ist Busbetrieb und gleichzeitig Betriebswerkstatt. Er liegt nahe dem Wittener Stadtzentrum unweit der Marienkirche direkt an der Straßenbahnlinie 310, die zwischen Bochum-Höntrop und Witten-Heven verkehrt.
Am 15. Dezember 1955 wurde der Komplex zur Unterbringung und Wartung der Wittener BOGESTRA-Busflotte fertiggestellt. Bis dahin waren die Busse in der örtlichen Straßenbahnhalle untergebracht. Die „neue“ Aufstellhalle war mit einer Größe von ungefähr 1800 m² für damalige Verhältnisse sehr großzügig bemessen und bot Platz für 35 Omnibusse. Neben den Reparaturplätzen verfügte der Standort Witten von Anfang an auch über einen eigenen Waschplatz.
Um die mittlerweile 66 Busse, die heute im Betrieb Witten gewartet und repariert werden, kümmern sich 21 Mitarbeiter im Werkstattbereich. "Auf Spur" werden die Fahrzeuge heute von insgesamt 180 Fahrdienstmitarbeitern auf sieben BOGESTRA-Linien, die von Witten aus bedient werden, gehalten.
1992 wurde den ständig steigenden Fahrgastzahlen Rechnung getragen - seitdem sind auch in Witten 18-Meter-Gelenkfahrzeuge stationiert. 2010 hielten einer unserer Hybridbusse sowie 10 neue Gelenkbusse für das Wittener Stadtgebiet Einzug auf dem Betriebsgelände. Selbstverständlich ist unsere gesamte Busflotte auch in Witten niederflurig unterwegs.
Nachdem sich erwiesen hatte, dass der ehemalige Standort in Herne-Eickel veraltet und nicht mehr erweiterbar war, wurde auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Alma 1990 der BOGESTRA-Busbetrieb mit der Schwerpunkt- und KfZ-Werkstatt eröffnet. Auf rund 40.000 Quadratmetern befindet sich ein Betriebsdienstgebäude für den Fahrdienst, eine Abstellhalle für 132 Busse und ein Werkstatt- und Sozialgebäude für die zentrale Omnibuswerkstatt unseres Unternehmens.
Heute werden vom Betrieb Ückendorf aus 20 Buslinien bedient und mehr als 270 Fahrer sind von hier aus täglich im Einsatz. Im Werkstattbereich arbeiten 46 Mechaniker: vom täglichen Check-Up bis zur großen Reparatur und Hauptuntersuchung werden hier alle Arbeiten ausgeführt - auch für die seit einigen Jahren neu beschafften Solaris-Busse, für die die BOGESTRA AG eine Vertragswerkstatt unterhält. Mittlerweile gehören auch zwei der umweltfreundlichen Hybridbusse zur Fahrzeugflotte in Ückendorf.
Vor Ort befindet sich ebenfalls die KfZ-Ausbildungswerkstatt mit momentan 15 Auszubildenden im Lehrberuf KfZ-Mechatroniker.
Der BOGESTRA-Standort Bochum-Weitmar hat eine lange Tradition. Bereits 1898 verkehrten erstmals Straßenbahntriebwagen zwischen der Bochumer Innenstadt und dem damals noch selbstständigen Weitmar. Ein erster Betriebshof für Straßenbahnen wurde 1901 errichtet, nach der Fertigstellung des Betriebshofes an der Wiemelhauser Straße (heute Universitätsstraße) diente er als Straßenbahnhauptwerkstatt. Mit der Verlegung dieser Werkstatt nach Gerthe wurde das Gelände ab 1961 zunächst nicht mehr genutzt, bis zwischen 1973 und 1976 der neue Busbetrieb Weitmar dort errichtet wurde, der den alten Busbetrieb in Altenbochum ersetzte.
Heute arbeiten am BOGESTRA-Standort Weitmar rund 280 MitarbeiterInnen im Fahrdienst und bedienen 28 Linien. In der angeschlossenen Werkstatt warten und reparieren 33 Mitarbeiter zurzeit unsere Standard- und Gelenkbusse und die Sonderfahrzeuge, die von hier aus ihren täglichen Dienst im Linienverkehr oder z. B. als Baustellen- oder Kundenservicefahrzeug verrichten.
Der Grundstein für die Betriebswerkstatt Riemke wurde 1985 gelegt, die Eröffnung erfolgte 1989. Der BOGESTRA-Standort liegt an der Hofsteder Straße etwa auf halber Strecke der U-Bahn-Linie U35, die zwischen Herne Schloss Strünkede und Bochum-Hustadt verkehrt.
Neben den 31 Stadtbahnwagen, die in der Stadtbahnwerkstatt in Bochum Riemke gewartet und repariert werden, sind die hier eingesetzten vierzig Mitarbeiter auch verantwortlich für die stationären und mobilen Fahrgeldmanagementsysteme (Ticketautomaten) und die Fahrgastinformationssysteme (Haltestellenansage und Zielanzeige) in allen BOGESTRA-Fahrzeugen.
Die Betriebswerkstatt Riemke hat inzwischen auch über Bochum hinaus einen guten Ruf als Konzertsaal erlangt, denn seit 1997 finden hier im Rahmen der Reihe "Musik in der Werkstatt" regelmäßig viel beachtete Konzerte der Bochumer Symphoniker statt.