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BOGESTRA und VER – unsere Lösung lautet: VERneu

Kategorie: Aktuelles, Presseinformationen, Top-News
(12.09.2016)

Vor 18 Monaten vergab der Kreistag Ennepe-Ruhr-Kreis den Auftrag an die zwei lokalen Verkehrsunternehmen Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) und Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) zur Auslotung möglicher Kooperationsfelder, verbunden mit einer engeren Verflechtung der beiden Unternehmen, mit dem Ziel, den ÖPNV im EN-Kreis wirtschaftlicher und zukunftsfähig zu gestalten. Im ersten Schritt ist die VER der Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) beigetreten.

Nach intensiven Gesprächen der beiden in der Region tief verwurzelten Unternehmen gibt es eine gemeinsam angestrebte Lösung, die nun in die politische Beratungs- und Entscheidungsphase geht. Die Lösung lautet: die Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft mit dem Arbeitstitel "VERneu". Der weitere Fahrplan der Zusammenarbeit würde nach einer positiven Entscheidung des Kreistages wie folgt aussehen:

Struktur des Tochterunternehmens

Das Tochterunternehmen wird Anfang 2017 an den Start gehen. Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) bleibt Mehrheitsgesellschafter der Tochtergesellschaft VERneu. Die Mehrheitsbeteiligung ist Grundvoraussetzung für den Erhalt des steuerlichen Querverbundes. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Die VERneu wird als operatives Verkehrsunternehmen ausgestaltet und mit den im Nahverkehrsplan festgelegten Verkehrsleistungen betraut, die betriebliche Infrastruktur verbleibt bei der VERalt.

Zeitlicher Fahrplan

Das zeitnahe Handeln ist erforderlich, da der Kreis bzw. der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in der ersten Jahreshälfte 2017 eine EU-weite Vorabbekanntmachung im Hinblick auf den im Jahr 2019 zu vergebenden öffentlichen Dienstleistungsauftrag veröffentlichen muss. Die mit dem beabsichtigten Dienstleistungsauftrag verbundenen Anforderungen für Fahrplan und Standards sollen im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans formuliert werden, die bis Ende 2016 abgeschlossen sein soll. Auf diese Weise ist die Fähigkeit zur Direktvergabe gesichert und damit der Erhalt eines wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen kommunalen ÖPNV-Angebots im EN-Kreis möglich.

Potenzial für Synergien

Nach heutigem Kenntnisstand wird mittelfristig das Einsparvolumen im siebenstelligen Bereich liegen, wenn alle Einsparpotenziale sukzessive und sozialverträglich ausgeschöpft werden, inkl. der Bündelung von Overhead- und Managementleistungen - die "Win-Win-Situation" ist ohne Nachteile für die insgesamt mehr als 163 Millionen Fahrgäste sowie rund 2.600 Beschäftigten beider Unternehmen. Dabei wird die VERneu weiterhin annähernd 60 Prozent der Gesamt-Verkehrsleistungen im EN-Kreis erbringen und die BOGESTRA mehr als 30 Prozent. Es gibt großes Potenzial für Synergien, zum Beispiel im Werkstatt- aber auch im kaufmännischen Bereich; unter anderem bei der gemeinsamen Busbeschaffung. Zudem erhofft man sich massive Einsparungen in der Vereinheitlichung von Systemen, beispielsweise ITCS (Intermodal Transport Control System). Dieses System dient dazu, die Kommunikation zwischen Fahrern/ Fahrzeugen und Leitstelle zu verbessern und ist gleichzeitig Voraussetzung zum Aufbau einer dynamischen Kundeninformation. Die Übertragung des seit längerem bei der BOGESTRA sowie weiteren Partnern der KöR eingesetzten Systems bringt alleine ein Einsparvolumen von ca. 200.000 Euro auf Seiten der VERneu mit. Auch eine Einbindung der VER-Leitstelle in die BOGESTRA-Leitstelle wurde intensiv betrachtet und könnte zeitnah umgesetzt werden."

VER und BOGESTRA gemeinsam für einen zukunftsfähigen Nahverkehr im Ennepe-Ruhr-Kreis (v.l.): BOGESTRA-Vorstand Andreas Kerber, Busfahrer  Daniel Schlenkermann, Busfahrer Mahmut Göcer, BOGESTRA-Vorstand Gisbert Schlotzhauer und Thomas Schulte (VER-Geschäftsführung) vor einem BOGESTRA- und einem VER-Bus.

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