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BOGESTRA unterzeichnet „Charta der Vielfalt“

Kategorie: Aktuelles, Top-News
(20.09.2017)

Erste Maßnahmen laufen an

"Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität", heißt es in der "Charta der Vielfalt". Die Vorstände der BOGESTRA, Gisbert Schlotzhauer, Andreas Kerber und Jörg Filter, haben die politische Absichtserklärung, die unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht, nun unterschrieben.

Mit der Unterzeichnung der "Charta" verpflichtet sich die BOGESTRA, die Anerkennung, Achtung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld voranzubringen. Dabei soll es nicht nur um Fairness gegenüber den Mitarbeitern, sondern auch um einen konkreten Nutzen für das Unternehmen durch wirtschaftliche Vorteile gehen. Und selbstverständlich sollen die Kunden davon auch etwas haben. Was das ist, erklären Gisbert Schlotzhauer, Andreas Kerber und Jörg Filter.

 

Jörg Filter, Andreas Kerber und Gisbert Schlotzhauer (v.l.) haben die "Charta der Vielfalt" für die BOGESTRA unterschrieben.

Warum war es Ihnen wichtig, die "Charta der Vielfalt" zu unterzeichnen?

Gisbert Schlotzhauer: Die Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" ist für uns nach innen und außen zugleich starkes Signal und Selbstverpflichtung: Wir leben nicht nur Toleranz, sondern nutzen die vielfältigen Fähigkeiten und Potenziale unserer Mannschaft als Chance für innovative, kreative Lösungen. Davon profitieren alle - unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und somit unser Unternehmen. Außerdem machen wir nochmals deutlich: Wir sind ein zeitgemäßer, moderner Arbeitgeber - und für viele neue Talente attraktiv, denn wir sind schon jetzt ein buntes Team. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir zum 1. Januar dieses Jahres übrigens auch die Stabsstelle "Diversity Management, Verbandsarbeit" eingerichtet.

Welchen konkreten Nutzen versprechen Sie sich von Diversity Management?

Andreas Kerber: Zum einen arbeiten Menschen erfolgreicher, wenn sie sich integriert und wertgeschätzt fühlen - und zufriedenere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten einfach einen besseren Service, haben bessere Ideen für neue Angebote und Dienstleistungen. Zum anderen müssen wir uns fragen, ob wir die Chancen, die in unserer vorhandenen Vielfalt stecken, bereits vollständig im Sinne des Unternehmens und unserer Kundinnen und Kunden nutzen. Wir sind kulturell beispielsweise ungefähr so bunt wie unsere Fahrgäste und haben einen großen Fundus an unterschiedlicher Sprachkompetenz. Wir müssen sehen, wie wir diesen Schatz künftig strategisch besser und gezielter im Kundensinne einsetzen.

Gibt es schon konkrete Projekte?

Jörg Filter: Ein erstes Projekt hierzu soll übrigens schon bald an den Start gehen: Wir bilden demnächst einen unserer Kundenbetreuer aus, der gehörlosen Fahrgästen mit Kenntnissen in Gebärdensprache als zentraler Ansprechpartner für Beratung und Informationen rund um Mobilität zur Verfügung stehen soll. Schließlich lebten 2011 in Nordrhein-Westfalen mehr als 60.000 Menschen mit Sprach- oder Sprechstörungen, Taubheit oder Schwerhörigkeit; in unserem Betriebsgebiet dürften das schätzungsweise etwa 6.000 bis 7.000 Personen sein. Eine Verständigung wie bisher per Zettel und Stift ist zwar auch eine pragmatische Lösung, doch spätestens wenn es komplexer wird, klappt die Kommunikation mithilfe von Gebärdensprache einfach unkomplizierter - und die Kundinnen und Kunden fühlen sich bei uns noch besser aufgehoben.


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