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Hauptversammlung: Breitere Angebotspalette soll weitere Kunden ansprechen

Kategorie: Aktuelles, Presseinformationen
(21.08.2015)

Die BOGESTRA hat das Unternehmensziel des Geschäftsjahres 2014 erreicht, das erläuterte Finanzvorstand Andreas Kerber den Aktionären auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 21. August 2015 in Gelsenkirchen.

Das von den Städten und Kreisen im Betriebsgebiet auszugleichende Ergebnis wurde nicht nur eingehalten, es fällt mit 56,41 Millionen Euro abermals etwas geringer aus als geplant (56,5 Millionen Euro), im Vergleich zum Vorjahr (59,49 Mio. Euro) konnte die Ausgleichszahlung deutlich gesenkt werden.

Vorstand und Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung am 21. August 2015 in Gelsenkirchen.

Das Vertrauen in die BOGESTRA zahlt sich aus: Durch die Restrukturierung des Unternehmens aus eigener Kraft werden die kommunalen Kassen inzwischen seit mehr als 15 Jahren entlastet. Zum Vergleich: Im Jahr 1995 betrug die kommunale Ausgleichsleistung noch 71,8 Millionen Euro. Einen erheblichen Beitrag hat dabei die BOGESTRA-Belegschaft geleistet. Die Einsparleistung der Mitarbeiter seit Einführung des Tarifvertrages Nahverkehr NRW im Jahr 2002 beläuft sich auf ca. 85 Millionen Euro.

Die Fahrgastzahlen konnte das Verkehrsunternehmen des mittleren Ruhrgebiets ungefähr auf Vorjahrsniveau halten (2014: 144, 7 Mio.; 2013: 145, 4 Mio.). Der quantitative Umfang des Leistungsangebots (Bus- und Bahnkilometer) blieb ebenfalls nahezu konstant (2014: 25,1 Mio.; 2013: 25,2 Mio.). Steigern konnte die BOGESTRA ihre Einnahmen. Die Umsatzerlöse erreichten im Jahr 2014 eine Höhe von 109,81 Mio. Euro (2013: 108,45 Mio. Euro).

Ausgehend von den Bilanzzahlen des Geschäftsjahres benannte Andreas Kerber die Zielrichtung der BOGESTRA, wenn es darum geht wieder mehr Fahrgäste zu gewinnen. Es gehe darum, mehr denn je die Wünsche und Anforderungen der Kunden aufzunehmen und zukünftig eine breitere Angebotspalette für die unterschiedlichsten Mobilitätsbedürfnisse anzubieten. Die Vernetzung der ÖPNV-Angebotes des BOGESTRA beispielsweise mit Car-Sharing-Anbietern und Leihfahrradsystemen sei geeignet, um den vielfältigen Mobilitätswünschen der Kunden Rechnung zu tragen sowie gleichzeitig dem ständig drohenden Verkehrskollaps und steigenden Anforderungen an eine saubere Umwelt zu begegnen.

Neben der deutlichen Zielbeschreibung gab es bei der Hauptversammlung auch ein klares Bekenntnis für die Direktvergabe. An dem bewährten Weg der Direktvergabe werde festgehalten, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende, Bochums Oberbürgermeisterin, Dr. Ottilie Scholz. Entsprechende Schritte in diese Richtung habe es durch erste Beschlüsse der Räte in Bochum und Gelsenkirchen bereits gegeben, um das eigene, kommunale Verkehrsunternehmen über 2019 hinaus zu beauftragen. Die Aufsichtsratsvorsitzende dankte den Mitarbeitern ausdrücklich für die erbrachte gute Leistung.

Finanzvorstand Andreas Kerber berichtete den Aktionären über das Geschäftsjahr 2014.

Durch das weiterhin hohe Investitionsniveau, erläuterte Finanzvorstand Andreas Kerber, sei der Unternehmenswert erneut gestiegen. Schwerpunkte waren im vergangenen Jahr Investitionen in neue Busse, moderne Straßenbahnen, das KundenCenter an der Universitätsstraße in Bochum. Außerdem wurden die verkehrlichen und städtebaulichen Großprojekte "Erweiterung Linie 310" (Bochum-Langendreer/Witten) sowie "Modernisierung Horster Straße/Linie 301" (Gelsenkirchen) fortgesetzt.

Kerber betonte in diesem Zusammenhang, dass es bei der Finanzierung von Erneuerungsinvestitionen in die Infrastruktur nicht ohne die öffentliche Hand gehe. Ohne öffentliche Förderung sind die anstehenden Investitionen nicht zu stemmen. Angesichts der Gespräche über die demnächst auslaufenden Fördersysteme, sei es notwendig die Entscheider auf Bundesebene zu überzeugen. Die Position in den Bundesländern dazu sei inzwischen einhellig. Aufgrund der großen Bedeutung dieses Bereiches engagiert sich die BOGESTRA seit mehreren Jahren mit verschiedenen Partnern in der Infrastrukturinitiative "Damit Deutschland vorne bleibt".

Zusammen mit Personalverstand Gisbert Schlotzhauer stand Andreas Kerber auf der Hauptversammlung den Aktionären umfassend Rede und Antwort.


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