Umleitungen

Präventionsrat Gelsenkirchen

Wachsende Sicherheitsprobleme in Fahrzeugen und an Haltepunkten in Gelsenkirchen - im Jahr 2006 registrierten neben den Verkehrsbetrieben auch die örtlichen Präventionsräte, die Schulen, die Stadt und die Polizei, dass Gewalttätigkeiten, Vandalismus und Ordnungsstörungen die Gelsenkirchener in zunehmendem Maße beunruhigten.
Fest stellten sie auch, dass unmittelbare Reaktionen durch die Verkehrsbetriebe und Sicherheitskräfte im Umfeld des ZOB am Gelsenkirchener Hauptbahnhof nicht längerfristig zu Verbesserung der Situation beitragen konnten. Zudem "zogen" die Probleme weiter: Nun stand der Trinenkamp im Zentrum des vandalierenden Geschehens. Den Beteiligten wurde klar, dass Nachhaltigkeit gefragt war: gemeinsame und flächendeckende Lösungen mussten gesucht und gefunden werden.
Aus den Überlegungen heraus entstand 2007 die Ordnungspartnerschaft "PräGe" - "Sicherheit im ÖPV". An dem Projekt beteiligten sich neben der BOGESTRA AG der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Gelsenkirchen, das Gelsenkirchener Polizeipräsidium genauso wie die Bundespolizei, als weiterer Verkehrsbetrieb die Vestische Straßenbahn GmbH, der VRR sowie die Staatsanwaltschaft Essen. Zusätzliche Initiatoren waren Gelsenkirchener Schulen, das Projekt "Gefährderansprache" und örtliche Präventionsräte.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
Sicherheitsgefühl in Fahrzeugen und Haltepunkten erhöhen, Straftaten verhindern - um diese Zielvorgabe zu erfüllen, wurde zunächst die Präsenz von Sicherheits- und Aufsichtskräften erhöht. Außerdem wurde der Verfolgungsdruck auf Täter intensiviert. Sofortige Kommunikation unter den Projektpartnern und zeitnahe Reaktion war hierzu vonnöten und entscheidend. Als "Zusatzmaßnahme" hat man sich in besonderer Weise den Opfern zugewendet.

Was wurde noch gemacht?
Ein sogenanntes "Interventionsteam" in Form eines gemeinsamen Streifendienstes kamen ebenso zum Einsatz wie eine Überarbeitung der Verkehrserziehung und die Ausweitung des erfolgreichen Projektes "Fahrzeugbegleiter".

Wie sag ich's den Betroffenen?
Abgestimmte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit brachte die Informationen an ein breites Publikum, das gleichzeitig zu Verhaltenänderungen aufgefordert wurde: Beispielsweise warb eine scheckkartengroße "Helferkarte" für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement und nannte wichtige Ansprechpartner und Telefonnummern genauso wie0 einfache Verhaltenshinweise.

Erfolgreiche Zusammenarbeit
Durch die Projektarbeit sind das gegenseitige Verständnis für die Aufgaben und Probleme der Ordnungspartner und die gemeinsamen Ziele gewachsen.
Auch bei den Bürgern lassen sich bereits nach einem Jahr "PräGe" Verhaltensänderungen feststellen: Diese nehmen Problemlagen im Nahverkehr nicht mehr ausschließlich passiv wahr, sondern stärken deren Engagement. Als zum Beispiel die Straftaten im Bereich des Haltepunktes "Trinenkamp" im Örtlichen Präventionsrat Bismarck thematisiert wurden, kamen zu eigeninitiierten Veranstaltungen bis zu achtzig Personen. Eine Siedlergemeinschaft aus dem Stadtteil legte ein Papier mit eigenen Lösungsvorschlägen vor.

Der ÖPNV reagiert
Neben den problembehafteten Haltepunkten ZOB Gelsenkirchen, ZOB Buer und Trinenkamp wurden die gemeinsamen Streifen in den kritischen Bahnlinien der BOGESTRA AG und in einer Buslinie der Vestischen erfolgreich eingesetzt. Regelmäßige und langfristige gemeinsame Kontrollen, Fußstreifen, aber auch Ermittlungsunterstützung, der Einbau von Videoüberwachungskameras und bauliche Maßnahmen durch die BOGESTRA AG beendeten eine Serie von Körperverletzungen, Raubdelikten und Sachbeschädigungen. In diesem Zusammenhang wurden die Ermittlungen der Jugendsachbearbeiter des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen deutlich intensiviert, sodass in allen Fällen die Täter ermittelt und angeklagt wurden.

Fahrplanauskunft
Startort:
Zielort:
Abfahrts-, Ankunftszeit
Uhr
Datum