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BOGESTRA geht nächsten Schritt - Erster Elektrobus wird vorgestellt

Kategorie: Presseinformationen, Top-News
(07.08.2020)

Wichtige Impulse gibt die BOGESTRA bereits seit 2008 rund um das Thema alternative Antriebstechniken und setzte mit dem Kauf des ersten Hybridbusses in NRW ein Zeichen für den Klimaschutz. 14 weitere Hybridbusse folgten, 2014 die ersten E-PKW und schließlich stellte das Verkehrsunternehmen 2017 rund 2/3 der Dienstwagenflotte auf E-Antrieb um. Nun geht der Mobilitätsdienstleister den nächsten Schritt und stellt einen Teil der Busflotte auf Elektroantrieb um. Durch den Ausbau des Angebotes trägt die BOGESTRA als Vorreiter weiter zur Verbesserung der Luftqualität in der Metropoleregion Ruhr bei und übernimmt regionale Verantwortung.

Der Erste von insgesamt 20 reinen Elektrobussen ist Ende Juli in Gelsenkirchen eingetroffen und fällt mit seiner grün-weißen Beklebung direkt ins Auge. Alle Fahrzeuge stammen von einem der weltweit größten Elektrobusproduzenten - BYD Auto. Ebenso wie zwei weitere Elektrobusse, die in Kürze bei der HCR in Herne eintreffen. BOGESTRA und HCR übernehmen innerhalb der sieben Partner umfassenden Kooperation östliches Ruhrgebiet gemeinsam die Testung von Elektrobussen für die Kooperation.

Die neuen E-Busse der BOGESTRA sind rein elektrisch unterwegs und können über einen Stromabnehmer (Pantografen) auf dem Fahrzeugdach geladen werden. Die sukzessive Schulung der Fahrdienstbeschäftigten sowie Werkstattmitarbeiter*innen erfolgt ab sofort auf dem ersten Elektro-BOGESTRA-Bus und wird sicherlich einige Monate dauern. Insgesamt werden mehrere hundert Fahrer*innen sowie Werkstattmitarbeiter*innen geschult.

Die dazugehörige Ladeinfrastruktur auf den BOGESTRA-Betriebshöfen in Bochum-Weitmar, Gelsenkirchen-Ückendorf und am Zentralen Omnibusbahnhof in Gelsenkirchen Buer wird von ABB als Unterauftragnehmer zurzeit aufgebaut.
Die Busse verfügen ebenso wie die restliche BOGESTRA-Busflotte über eine Klapprampe, Videoschutz und sind klimatisiert. An Bord der E-Busse sind aber auch USB-Ladeanschlüsse vorhanden sowie natürlich die Möglichkeit im W-Lan kostenfrei zu surfen.

Auf Strecke

Die weiteren 19 Fahrzeuge werden in zwei Lieferungen bis Mitte September zunächst in Gelsenkirchen eintreffen und schließlich nach Inbetriebnahme voraussichtlich ab Oktober auf den dann rein mit E-Bussen betriebenen Linien 354 in Bochum und 380 in Gelsenkirchen sowie vereinzelt auf weiteren Linien im BOGESTRA-Betriebsgebiet zum Einsatz kommen. Die Linie 354 in Bochum ist 32,6 Kilometer lang und wird mit fünf E-Bussen besetzt sein, die Linie 380 ist 23,5 Kilometer lang und mit sieben Bussen besetzt. Zukünftig sind zehn E-Busse in Bochum-Weitmar stationiert und zehn E-Busse in Gelsenkirchen-Ückendorf.

Bochums Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der BOGESTRA Thomas Eiskirch stellt mit Blick auf die Klimabilanz klar: „Demnächst emissionsfrei und geräuscharm von Weitmar bis nach Riemke fahren zu können, ist ein wichtiger Schritt für noch mehr Klimaschutz vor Ort und zeigt, dass die BOGESTRA ihre Versprechen hält. Und ich freue mich darüber, dass bald weitere E-Busse eingesetzt werden."

Freitagmittag wurde der 1. E-Bus der BOGESTRA in Bochum begrüßt (v.L.): Penny Peng und Patrick Oosterveld (beide vom Bushersteller BYD), Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und BOGESTRA-Vorstand Jörg Filter.

 

Die Zwischenladung der Busse der Linie 354 (Weitmar bis Riemke) erfolgt übrigens nach mehreren Umläufen auf dem Betriebshof der BOGESTRA an der Hattinger Straße. In Gelsenkirchen geht es auf der Linie 380 vom Hauptbahnhof über die Kurt-Schumacher-Straße Richtung Buer. Hier steuern die Busse zur Zwischenladung die Endhaltestelle Buer-Rathaus an.

Frank Baranowski, Gelsenkirchens Oberbürgermeister, rechnet vor: „Mit diesen Anstrengungen zur Luftreinhaltung wird die BOGESTRA dann rund zehn Prozent ihres Bus-Fuhrparks rein elektrisch betreiben und damit die Nummer 1 im Ruhrgebiet sein. Und das ist ein wichtiger Beitrag zu unseren Klimaschutzaktivitäten in der Stadt“.

 

Freitagvormittag wurde der 1. E-Bus der BOGESTRA in Gelsenkirchen am Hans-Sachs-Haus präsentiert (v.L.): Penny Peng und Patrick Oosterveld (beide vom Bushersteller BYD), Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und BOGESTRA-Vorstand Jörg Filter.

 

Die Kapazität der 348 kWh umfassenden BYD LiFePo Batterie (LiFeP0: Lithium-Eisen-Phosphat) ermöglicht einen Einsatz auf einer Strecke von bis zu 200 Kilometer ohne Zwischenladung.

Kosten

Die Busse sind rund 12 Meter lang und es können bis zu 75 Fahrgäste (34 Sitzplätze) befördert werden. Die Kosten für die reine Beschaffung der Busse liegen bei etwas mehr als neun Millionen Euro netto, die Investition in die Infrastruktur beträgt rund sieben Millionen Euro.
Beschafft werden können die Fahrzeuge dank der Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie des Landes NRW durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Gefördert werden 80 Prozent der Mehrkosten eines Elektrobusses gegenüber einem Fahrzeug mit konventionellem Antrieb (60 Prozent durch das Land und 20 Prozent durch den Bund) sowie 90 Prozent der Ladeinfrastrukturkosten (Landesförderung).

Testfahrt

Natürlich lässt die BOGESTRA den ersten Elektrobus auch von ihren Kundinnen und Kunden auf Herz und Nieren prüfen und verloste daher über ihren Facebook-Kanal mehr als 60 Tickets für jeweils zwei Fahrten in Bochum sowie in Gelsenkirchen. Das Interesse war groß, fast 200 User haben bei dem Gewinnspiel mitgemacht. Natürlich finden die Fahrten unter den geltenden Hygienevorschriften statt, und so versorgte die BOGESTRA die Fahrgäste mit den ersten von insgesamt 5.000 vom Elektrobushersteller BYD gespendeten Einmal-Masken. Die restlichen Masken werden dann in den kommenden Wochen betriebsgebietsweit bei Bedarf an Kundinnen und Kunden verteilt, die ihre Maske vergessen haben.

 

 

 


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