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Kommunale Kassen weiter entlastet - Fahrgastzahl auf konstant hohem Niveau: BOGESTRA-Hauptversammlung

Kategorie: Aktuelles, Presseinformationen, Top-News
(29.08.2016)

Stabile Kundenzahlen auf hohem Niveau und verlässlicher Partner für Städte und Kreise auch bei angespannter Haushaltslage: Das sind die zentralen Botschaften des BOGESTRA-Finanzvorstandes Andreas Kerber am Freitag, 26. August 2016, auf der Hauptversammlung des traditionsreichen Verkehrsunternehmens im Bochumer RuhrCongress zum Geschäftsjahr 2015. So waren im vergangenen Jahr erneut rund 145 Millionen Fahrgäste mit den Bussen und Bahnen der BOGESTRA an Ruhr und Emscher unterwegs (2015: 144, 9 Mio., 2014: 144, 7 Mio.) und das von den Städten und Kreisen im Betriebsgebiet auszugleichende Ergebnis betrug wie versprochen die anvisierten rund 57,8 Millionen Euro.

Besonderes Engagement im Straßenbahnbereich

Besonders hoch zu bewerten, sind diese Ergebnisse angesichts der großen Herausforderung im Straßenbahnbereich. Aufgrund von technischen Schwierigkeiten bei den Siemens-Niederflurstraßenbahnen vom Typ NF6D waren erhebliche Anstrengungen notwendig, um den Kunden wie gewohnt einen zuverlässigen Betrieb zu garantieren. Um zukünftig gerüstet zu sein, brachte die BOGESTRA im Jahr 2015 den Neukauf von 42 Niederflurstraßenbahnen als Ersatz für die NF6D-Bahnen auf den Weg.

Die im Jahr 2014 bereits deutlich spürbaren Veränderungen im Ticketverkauf hin zum SozialTicket/Mein Ticket, setzte sich fort. So ist im letzten Jahr dort ein Anstieg der verkauften Tickets um rund 21 Prozent zu verzeichnen. Fortgesetzt hat sich auch der abnehmende Trend bei den SchokoTickets aufgrund zurückgehender Schülerzahlen. Um neue Kundengruppen zu erschließen, wurde von der BOGESTRA zusammen mit allen Partnern der Kooperation östliches Ruhrgebiet unter anderem das HappyHourTicket als Tarifpilot beim HandyTicket eingeführt.

Leistungsangebot und Investitionen

Der quantitative Umfang des Leistungsangebots (Bus- und Bahnkilometer) blieb nahezu konstant (2015: 25,3 Mio. km; 2014: 25,1 Mio. km). Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 114,46 Mio. Euro (2014: 109,81 Mio. Euro).

Die Brutto-Investitionssumme verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr (2015: 70,1 Mio. Euro, 2014: 34 Mio. Euro). So setzte das Unternehmen wie zugesagt die verkehrlichen und städtebaulichen Großprojekte "Erweiterung Linie 310" (Bochum-Langendreer/Witten) sowie "Modernisierung Horster Straße/Linie 301" (Gelsenkirchen) fort und beschaffte weitere klimafreundliche Busse. Außerdem schlug natürlich auch die Neubeschaffung der 42 Niederflurbahnen zu Buche.

In den vergangenen zehn Jahren investierte die BOGESTRA eine Bruttosumme von mehr als 370 Millionen Euro in ihre Infrastruktur.

Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung fand erstmals unter Leitung des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der BOGESTRA, Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch statt. Thomas Eiskirch folgte im Dezember 2015 auf Dr. Ottilie Scholz nach einer mehr als zehnjährigen Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzende. Dr. Scholz hatte in dieser Zeit die Geschicke des Unternehmens mit Weitsicht entscheidend mit geprägt und zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Thomas Eiskirch sieht als neuer Aufsichtsratsvorsitzender die besondere Herausforderung für die BOGESTRA darin, den städtischen Wandel aktiv mitzugestalten und passende Angebote zu entwickeln.

Mit Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung endet die zehnjährige Amtszeit des Aufsichtsratsmitgliedes Guido Tann (Vertreters der Anteilseiger), Nachfolgerin ist Christina Totzeck, Mitglied des Rates der Stadt Gelsenkirchen. Die BOGESTRA dankt Guido Tann für sein Engagement in den zurückliegenden Jahren.

Holding für Versorgung und Verkehr

In einem Schreiben vom 7. Juni 2016 an die BOGESTRA hat die Holding für Versorgung und Verkehr GmbH Bochum mit Sitz in Bochum verlangt, dass sie als Hauptaktionärin der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft in der nächsten Hauptversammlung einen Squeeze-out beschließen lassen möchte.

Dieser Beschluss über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung in Höhe von 270 Euro wurde als letzter Tagesordnungspunkt im Rahmen der Hauptversammlung gefasst.

Der Beschluss zum sogenannten Squeeze-out schafft die rechtssicheren Voraussetzungen dafür, dass das lokale Unternehmen auch nach 2019 im Rahmen einer Direktvergabe von den beteiligten Kommunen sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis beauftragt werden kann. Damit ist der Beschluss ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung des Unternehmens und seiner mehr als 2.200 Mitarbeiter.

Insgesamt befinden sich 0,15 Prozent der BOGESTRA-Aktien in privater Hand und werden vom Squeeze-out erfasst.


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