Umleitungen

News

U-Bahnstation Planetarium weist Weg zu den Sternen

Kategorie: Aktuelles
(10.09.2015)

Zur Neugestaltung der U-Bahnstation Planetarium hat die Stadt Bochum als Hausherrin der Anlage eine Pressemitteilung herausgegeben, die wir hier wiedergeben:

"Die U-Bahnstation "Planetarium" hat einen neuen "Look", der die Fahrgäste mitnimmt in die Weiten des Alls. Die neu gestaltete Station, die direkt am Planetarium liegt, versetzt die Besucher in die richtige Stimmung für einen Besuch im Kosmos, weist sie doch buchstäblich den Weg zu den Sternen.

Die neuen eindrucksvollen Bilder ersetzen die Sternbildfiguren, die stark in die Jahre gekommen waren. Sie zeigen insbesondere, was das moderne Bochumer Planetarium ausmacht. Natürlich gibt es immer noch Sterne und Sternbilder zu sehen, aber im traditionsreichen Haus an der Castroper Straße öffnen sich heute Fenster zu den Wundern des Kosmos, die weit über den Anblick des Sternenhimmels hinausgehen.

Pro Gleis führen sechs großformatige Bilder von der Erde in beinahe unendliche Weiten - hier natürlich von der markanten Kuppel des Planetariums, die seit über 50 Jahren als Landmarke bekannt ist.

Auf Gleis 1 beginnt die Reise mit einer Außenansicht des Planetariums, wie die Fahrgäste, die die Station verlassen, sie vor sich haben. Es folgt eine atemberaubende Ansicht der Erde von außen - unseres blauen Heimatplaneten. Zum berühmten Ringplaneten Saturn braucht das Licht schon eineinhalb Stunden. Viel weiter entfernt ist der nächste Stopp - das Licht ist zu diesem Sternhaufen im Sternbild Einhorn, der den schönen Namen "Weihnachtbaumhaufen" trägt, über 2500 Jahre unterwegs. Hier entstehen noch heute neue Sterne, Sonnen wie unsere eigene. Die vorletzte Station zeigt einen Blick in das Zentrum unserer Milchstraße, das 25.000 Lichtjahre entfernt in den Sternbildern Skorpion und Schütze liegt, aber hinter dichten Staubwolken verborgen ist. Schließlich erreicht der Fahrgast eine ferne Galaxie, bekannt als NGC 1232. Zu dieser Schwester unserer eigenen Milchstraße betrüge die Reisezeit, wäre die Straßenbahn so schnell wie das Licht, 60 Millionen Jahre.

Auch der Fahrgast, der auf Gleis 2 einfährt, beginnt die fotografische Reise am Planetarium, diesmal direkt in der Kuppel, nur 100 Meter vom U-Bahnhof entfernt. Das nächste Bild zeigt eine Langzeitaufnahme des irdischen Sternenhimmels, gesehen von einer der großen Sternwarten in Chile, wo der Himmel fast immer klar und sehr dunkel ist. Im Laufe mehrerer Stunden wird die scheinbare Bewegung der Sterne um den Südpol des Himmels sichtbar. Dann geht es wieder hinaus ins Universum: Der Riesenplanet Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Im farbenprächtigen Nebel mit der etwas profanen Katalognummer M78 beleuchten junge Sterne in 1600 Lichtjahren Entfernung Wolken aus Gas und Staub. Mit 17.000 Lichtjahren noch viel weiter weg ist der Kugelsternhaufen Omega Centauri. Alle seine eine Million Sterne sind weitaus älter als unsere Sonne, die es immerhin auch schon auf 4.6 Milliarden Jahre bringt. Zuletzt erreichen die Reisenden auch auf Gleis 2 ferne Galaxien, diesmal gleich eine ganze Gruppe in 300 Millionen Lichtjahren Entfernung."

 

Freuen sich über die neuen Bilder an der Haltestelle Planetarium: (v. r.) Prof. Dr. Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums, Karl-Heinz Reikat, Leiter der Abteilung Stadtbahn- und konstruktiver Ingenieursbau bei der Stadt Bochum und Christoph Kollmann, BOGESTRA-Pressesprecher.

Fahrplanauskunft
Startort:
Zielort:
Abfahrts-, Ankunftszeit
Uhr
Datum